Schlauchpflanzen, die zur Gattung der fleischfressenden Pflanzen gehören, sind in Privathaushalten nicht unbedingt weit verbreitet. Doch wer sich eine Schlauchpflanze anschafft, muss bei der Pflege einiges beachten. Selbst das Gießen ist alles andere als normal.
Schlauchpflanze: Womit gießen und welcher Boden?
Schlauchpflanzen (Sarracenia) sollte man nie in ausgetrockneter Erde stehen lassen. Doch um sie feucht zu halten, darf man sie nicht mit allem gießen. Leitungswasser ist absolut tabu, da es hart und mineralienreich ist. Dagegen mögen Schlauchpflanzen am liebsten einfaches Regenwasser.
Wer bei der Haltung einer fleischfressenden Pflanzen alles richtig machen will, sollte zudem darauf achten, dass sie in saurem Pflanzensubstrat steht, wo sich die Schlauchpflanze besonders wohl fühlt. Experten vom Botanischen Garten der Universität Stuttgart empfehlen hierfür folgende:
- sechs Teile Weißtorf
- zwei Teilen Perlite
- einem Teil Quarzsand.
Schlauchpflanze: Wie werden Insekten gefressen?
Schlauchpflanzen, die auch Trompetenblatt oder Trompetenpflanzen genannt werden, gehören wie bereits erwähnt zu den fleischfressenden Pflanzen. Die runden Blätter der Pflanze sind hohle Schläuche (daher der Name Schlauchpflanze), in die die Insekten fallen. Zur Verdauung der Insekten wird von den Pflanzen ein Verdauungsenzym abgegeben, die auch im menschlichen Magen vorkommt. Die enthaltenen Bakterien zersetzen die Tieren. Fliegen und Co. als Zusatzernahrung für Pflanzen ist sicher etwas ungewöhnlich, aber umso faszinierender.
Die Schlauchpflanze lebt somit durch den Insektenfang und durch Photosynthese, was ihnen selbst auf nährstoffarmen Böden ein üppiges Blühen ermöglicht. So können alle bekannten Arten auch hierzulande die Winter überstehen, wobei die Schlauchpflanzen auch für den Wohnraum geeignet sind. Am besten sollte man sie in diesem Fall in einem beleuchteten Terrarium halten.
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