Wenn auch Kleintiere wie Igel, Siebenschläfer oder Rotkehlchen sich im eigenen Garten wohlfühlen sollen, gilt es einiges zu beachten. Dabei ist jeder Gartenbesitzer aufgefordert, den Tieren ausreichend Futterquellen mit reichhaltigem Früchteangebot zu bieten, damit diese den harten Winter gut überstehen können.
Wiese, einheimische Sträucher und Unterschlupfmöglichkeiten sind die besten Voraussetzungen für ein hohes Aufkommen an Vögeln und kleinen Säugetieren. Das A und O eines naturnahen Gartens, ist ein ausreichend großes Nahrungsangebot.
Tipps: Richtige Pflanzen für kleine Säuger und Vögel
Wer nur mit Kirschlorbeer oder Thujahecken gepflanzt hat, wird vergeblich warten, bis es im Laub raschelt und Tiere vorbeikommen. Diese Pflanzen enthalten nichts, wovon sich Tiere ernähren können. Gleiches trifft auch auf gezüchtete, unfruchtbare Sträucher aus dem Gartencenter und exotische Gewächse zu. Viele Früchte, wie die des Rhododendron, Scheinhasel oder Perückenstrauch können hierzulande gar nicht ausreifen.
Ratsamer ist das Einpflanzen von heimischen Sträuchern und Obstbäume aus verlässlicher Quelle. Ein gutes Beispiel ist die Stieleiche, die während des ganzen Jahres rund 300 Insekten- und 28 Vogelarten anzieht.
Keine Chemie im Garten: schlecht für Tiere
Selbstverständlich muss auch jede Pflanze entsprechend behandelt werden, um Tieren Futter und eine Heimat im Garten zu bieten. Wer einen Obstbaum im Garten zu stehen hat, sollte den Baum nicht immer komplett kahl pflücken, sondern auch an die Tiere denken. Der Naturschutzbund (Nabu) rät zudem, auf den Einsatz von Kunstdünger oder chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln wie Rattengift oder Schneckendorn zu verzichten, da vielen Tieren so die Nahrungsgrundlage vernichtet und gefährdet wird.
Tipps: So fühlen sich Tiere im Garten wohl
Sollen sich die Tiere im Garten wohlfühlen, ist das Futterangebot aber nicht allein das alles entscheidende Kriterium. Laub und Äste müssen nicht immer gleich im Plastikbeutel entsorgt werden, können doch kleine Haufen oder eine gute Verteilung unter Büschen und Hecken dafür sorgen, dass sich Kleinsäuger eine Behausung bauen können. Vögel wie Tränken und Nistkästen sind hingegen für Stare, Meisen oder Zaunkönige angebracht, sollten aber schon rechtzeitig aufgestellt werden, damit sich die Tiere an ihren möglichen Nistplatz gewöhnen können.
Beim Thema Vogelfutter ist hingegen Vorsicht geboten, da mangelnde Hygiene im Futterhäuschen zu Erkrankungen der Tiere führen kann.

Hallo,
finde den Beitrag echt toll. Ich finde es einfach wichtig Tieren im Winter ausreichend Futter zur Verfügung zu stellen. Man leistet somit indirekt etwas für den Tierschutz und sorgt dafür, dass die Tiere in schwierigen Wintertagen etwas zu essen bekommen. Wichtig ist aber, das Futter an die richtigen stellen zu stellen und vorallem gleich an mehrere Stellen umso Futterstreitigkeiten zu vermeiden…
lg
Alex
@ Alex: danke für dein Kommentar. Hoffe, dass jeder Gartenbesitzer an die kleinen Tierchens denkt. Man kann wirklich mit ein paar Handgriffen viel Gutes tun…
LG
Rob